Ernährung

hier gehts zurück zum Inhaltsverzeichnis

Die Ernährung Warum brauchen Welpen eine spezielle Ernährung ? Die Wachstumsschübe sind beim Welpen sehr gross. Er macht praktisch innerhalb eines Jahres die Entwicklung durch, für die ein Mensch 14 Jahre braucht. Innerhalb von 12 Monaten muss der Hund sich voll entwickeln. Dabei muss alles mitwachsen, die Muskeln und das Knochengerüst. Das erfordert eine gut dosierte Ernährung. Aus dem Welpen soll ja mal ein wohlproportionierter Hund mit einer guten körperlichen Kondition werden. Daher sollten Welpen immer Welpennahrung/Junghundnahrung bekommen. Warum brauchen ältere Hunde eine spezielle Nahrung ? Je nach Rasse ( grössere Rassen früher als Kleinere ) beginnt dies etwa zwischen dem 6. und 8. Lebensjahr. Nun muss auch die Ernährung des älteren Hundes angepasst werden. Durch die Alterung treten im Körper des Hundes bestimmte Veränderungen auf, die die Nutzung einzelner Nährstoffe beeinflussen. Man sollte nun hochwertiges Eiweiss verfüttern, was für den Hund leicht verdaulich ist. Ebenso benötigt er von manchen Vitaminen in dieser Lebensabschnitt mehr als früher. Aber auch die Menge des Futters sollte überdacht werden. Ältere Hunde benötigen weniger Energie, daher sollte man auch die Menge im Auge behalten. Mit dem richtigen Futter können Sie Krankheitssymptome lindern, das Entstehen neuer Krankheiten verhindern und das normale Körpergewicht erhalten. Die Fütterungsintervalle bis zur 12. Lebenswoche 4 mal täglich ab der 12. Lebenswoche 3 mal täglich ab dem 6. Lebensmonat 2 mal täglich Auch der erwachsene Hund sollte 2 mal täglich gefüttert werden. Wichtig ist, nie zu einer Mahlzeit überzugehen. Es könnte zur vielgefürchteten Magenumdrehung führen. Die Futtermenge Mit zunehmendem Alter die Portionen vergrössern. Jedoch: Ein zu schneller Gewichtszuwachs kann das Knochengerüst ganz erheblich strapazieren, besonders bei den grosswüchsigen Rassen. Dabei gilt: "Immer mit dem Auge füttern." Die meisten Packungsangaben sind zu hoch, daher erst einmal das Minimum füttern. Wenn Sie mit Ihren Fingern dem stehenden Hund leicht über die Rippen gehen, so sollten Sie diese gut tasten aber nicht sehen können. Genau dann hat Ihr Hund das Idealgewicht. Halten Sie Sich nicht an Rasse-Standard-Gewichten, denn auch innerhalb einer Rasse variieren diese sehr stark. Tipp: Futter nie länger als 1/2 Stunde stehen lassen ! Man kann sich sonst auch schlechte Fresser erziehen Wasser Es ist keinesfalls ratsam, einem Hund Wasser vorzuenthalten, wie es manchmal für die Durchsetzung der Stubenreinheit empfohlen wird, denn er wird nicht weniger urinieren, sondern einfach sehr durstig werden. Das kann dazu führen, dass er sich übertrinkt und erbricht, wenn er endlich wieder Wasser bekommt. Was gehört in eine Hundenahrung? Eiweisse, Kohlenhydrate, Fette, Spurenelemente, Vitamine und Ballaststoffe. Alles muss im richtigen Verhältnis zueinander stehen, um sicherzugehen, dass der Hund auch tatsächlich all das bekommt, was er für sein optimales Gedeihen braucht. Kann man das Futter selber zusammenstellen? Ja! Siehe Welpenfutterplan usw. Nahrungszusätze Vitamine und Mineralzusätze sind sehr beliebt und werden sogar von manchem Züchter empfohlen. Mit wenigen Ausnahmen, die nur ein Tierarzt bestimmen kann, sind sie jedoch völlig überflüssig, sofern der Hund mit einer wohlausgewogenen, handelsüblichen Kost versorgt wird. * Eine Überfütterung mit Zusatzstoffen kann dem wachsenden Welpen sogar schaden und führt möglicherweise zu einem Ungleichgewicht der Nähstoffe * Ausgewogenheit ist jedoch wesentlich, damit es nicht zu toxischen Zuständen oder Knochenproblemen, besonders bei den grosswüchsigen Rassen kommen kann * zu viele Kohlenhydrate machen den Hund zu dick * Eine zu hohe Fett- und Eiweisszufuhr macht den Hunde zu schnell satt, ohne dass er schon die erforderliche Menge an Vitaminen, Spurenelementen und Ballaststoffen zu sich genommen hat. Gleichzeitig können sich auf Dauer auch körperliche Schäden einstellen. * Im umgekehrten Fall, wenn man zu wenig Eiweiss und Fette füttert, wird der Hund auf Dauer apathisch * Auf lange Sicht ist eine ausschliessliche Fleischfütterung auch falsch. Sie bringt den ganzen Stoffwechsel durcheinander. Der Hund wird anfälliger für Virus- und Bakterieninfektionen. * Das ständige Fehlen bestimmter Mineralstoffe äussert sich durch mattes Fell und weitere Hautkrankheiten. Zusätzlich können die Muskeln nicht ausreichend aufgebaut werden. Im Welpenalter hat dies katastrophale Folgen. Verhalten nach der Nahrungsaufnahme Welpen, die drei- oder viermal täglich gefüttert werden, zeigen nach der Nahrungsaufnahme noch kurzfristiges Spielverhalten, was in etwa unserem Verdauungsspaziergang entspricht, aber nur, wenn sie sich den Bauch nicht zu voll geschlagen haben. Dieses kurzfristige Spielverhalten ist nur ein wenig Bewegung, die der Durchblutung dient. Falsch gefütterte Welpen, die also zuviel bekommen haben, werfen sich sofort hin und schlafen. Welpen, die zuwenig bekommen haben, denken kaum an Spiel. Sie suchen und laufen immer wieder zur Futterschüssel, um zu sehen, ob noch etwas da ist. Bevor Sie mit Ihrem Welpen einen grösseren Spaziergang oder eine grössere Spielaktion machen, soll er sich mindestens eine Stunde ausruhen, nachdem er gefressen hat (Magenumdrehung, Erbrechen). Dies gilt natürlich nicht für den kurzen Spaziergang mit dem Welpen nach der Nahrungsaufnahme. Tipp: Lassen Sie Ihren Hund nie frei herumlaufen - achten Sie darauf, dass die Hof- oder Gartentüre geschlossen ist, und dass ihm auch sonst nichts passieren kann.

Quelle: Welpenkurs © MV Büttgen Frau Petra Bender